Philosophie und erstklassige Weine von Werlitsch aus der Südsteiermark
EX VERO (lat.) hat die Bedeutung „aus dem Wahrhaftigen, aus dem Tatsächlichen, ganz und gar wirklich“ nach Übersetzung Prof. Menge, Dr. Pertsch 1937 und 1963 – Ewald und Brigitte Tscheppe drücken damit Ihre Betriebsphilosophie aus.
Demeter-Weine aus der Südsteiermark
Der Silberberg-Absolvent baut seine Weine nach der biodynamischen Wirtschaftsweise (Demeter) aus. Das Profil der Weinberge sind steile karge Hänge, die in etwas flachere Zonen übergehen, um wieder steil abzufallen bis ins Tal. Daraus ergeben sich verschiede Zonen an Bodentypen. Die flacheren Stellen sind die fruchtbareren Zonen mit höherem Lehmanteil. Die steilen Zonen sind karg mit niederer aktiver Erdauflage. Dazwischen gibt es noch Mischungen aus beidem. Das Grundgestein ist Opok/Kalkmergel mit hohen pH-Wert. Diese Unterschiede werden sorgsam herausgearbeitet, was dann für jeden Bodentyp einen speziellen Wein ergibt. Das Wunderbare unsere Rebstöcke ist auch deren Alter: der Großteil liegt im Durchschnitt bei 20 bis 25 Jahren.
Hochqualitative Arbeit im Weinkeller

Im Weinkeller dann findet die hochqualitative Arbeit statt, hier bündeln sich die gesammelten Qualitäten des Vegetationsjahres. »Um alles gekonnt zusammenwachsen zu lassen, braucht es viel Geduld, Geschick, Ruhe und Zeit!« so Ewald Tscheppe. »Während dieser Reise heißt es aufmerksam zu sein und den Wein zu begleiten. Der Wein lagert in Holzfässern, damit er Luft zum Atmen hat. Ich greife möglichst wenig in die Struktur des Weines ein. Das feine Subtile in einem Wein (die Seele – das Leben) ist schnell zerstört und ist so unwiederbringlich verloren.«
Die Weine werden als Cuvees ausgebaut. Sie zeigen so die unterschiedlichen Qualitäten von Boden und Lage in bester Weise. Spannend und eine Herausforderung für den Weingenießer.
Anspruchsvoller Genuss erster Güte für Kenner
Weine, die ihren Boden, die Lage, das Potential der Südsteiermark repräsentieren und mit Langlebigkeit punkten. Bei diesen Weinen bringe ich die Feinheit des Terroirs voll und ganz zum Ausdruck. Weine mit feiner Säurestruktur, tiefer Frucht, aufgebaut auf Sekundäraromen und einer gesunden Gerbstoffstruktur. In der Jugend verhaltener. Sie lieben es belüftet zu werden, sind tolle Speisebegleiter und möchten nicht zu kalt getrunken werden.
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Ex vero Legoth: Gemischter Satz aus sechs Sorten. Gewachsen auf sandigem Boden. Er ist einer unserer leichteren Weine. Spielerische Art, feiner Wein.
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Ex vero I: Die Trauben für diesen Wein wachsen auf den flacheren Zonen unseres Weinberges. Der Boden ist dort lehmiger und dadurch auch wüchsiger. Die Nase und das Mundgefühl sind von weicher und samtiger Natur. Die Fruchtausprägung ist saftig und der Wein von seiner Struktur einfacher.
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Ex vero II: Steiniger Untergrund gemischt mit dem lehmigeren Oberboden. Wir haben bei diesem Wein schon deutlich mehr Länge am Gaumen. Der Wein zieht in der Länge nach hinten. Dazwischen hat viel Charakter Platz. Die Aromen gehen in eine tiefe Frucht, verbunden mit Aromen von Kräutern.
Die Weine vom Weingut Werlitsch möchte man nicht zu kalt und aus einem großen Weissweinkelch (Burgund oder Bordeaux) genießen. Bitte vorher unbedingt dekantieren, damit sich die köstlichen Weine in ihrer ganzen Komplexität voll entfalten können und somit ihr gesamtes Potential zum Genuss preisgeben.
Haben Sie keine Berührungsängste: Diese aussergewöhnlichen Weine eignen sich hervorragend in Kombination mit klassischer Küche.
Amphorenwein - ursprünglicher Genuss und einzigartig
»Es liegt im Auge des Betrachters, etwas für ihn als gut zu empfinden oder eben nicht. Gerade im Fall des Amphorenweines ist es möglich, in eine neue Geschmackwelt einzutauchen, diese zu ergründen und intuitiv zu erleben. Ich gebe Ihnen hier einige Eckdaten über die Entstehung des Amphorenweines mit einigen Gedanken meinerseits zu dieser Art von Weinausbau: Die Trauben für diesen Wein sind von ausgezeichneter Qualität, vergleichbar mit Trauben von den Weinen Ex vero II und III. Meine Hingabe ist dieselbe, nur der Weinwerdungsvorgang ist ein anderer.«
Der Wein reift in einer 600 Liter fassenden Tonamphore heran, die im Freien in der Erde vergraben ist. Im Herbst zur Erntezeit wird die Amphore mit Traubenmaische befüllt und vergärt auf der natürlichen Weingartenhefe. Nach sechs Monaten wird der Inhalt gepresst und wieder aufgefüllt, um bis zur Flaschenfüllung weiterzureifen.
»Ich hatte schon mehrmals die Gelegenheit, Weine zu probieren, welche nur wenig in mein alltägliches Bild von Weinverständnis zu passen schienen. Doch dank solcher Erlebnisse, ist und war es mir möglich, andere Perspektiven über Wein zu erleben. Selbst wenn der Wein geschmacklich eine Herausforderung darstellte, war die Philosophie dahinter immer einleuchtend, interessant und auch nachvollziehbar. So konnte ich den Wein als solches immer ernsthaft begegnen.«
»Eine Frage, die bald in mir auftauchte war „bin ich extrem oder ist der Wein extrem“?«.
Die Methode hinter solch einen Wein, ist eine durch und durch natürliche.
Kann Natürlichkeit „extrem“ sein?
Sobald man sich mehr und mehr zurücknimmt im Handanlegen des Weinwerdungsprozesses und sich den Kräften der Natur hingibt, kann unser Verstand nicht mehr folgen. Die Folge daraus: »Es ist extrem« und wird als solches auch gerne abgestempelt.
Demnach ist alles was am Leben orientiert ist »extrem« und was vom Verstand geprägt ist »normal«. » Ich habe Freude daran, genau dies umzudrehen«, so Ewald Tscheppe. »Normales wird extrem und Extremes wird normal, weil die Natur für mich „Normal“ ist!«
»Zwar ist die Natur nach innen unendlich geheimnisvoll und komplex, nach außen hin wirkt sie aber öfters banal, dass man in Versuchung kommt an ihr zu zweifeln.
In meiner Wirklichkeit ist die Natur so komplex, dass mein Verstand sie nicht begreifen kann.
Man erlebt sie am besten einfach. So auch diesen Wein.«
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