Biodynamik und Symbiose im Weingarten
Seit es die Weine aus »Trauben Liebe und Zeit« von Franz und Christine Strohmeier gibt, werden sie häufig darauf angesprochen, warum Weinausbau ohne Schwefel möglich ist.
Diese Frage ist zur Zeit wissenschaftlich nicht zu beantworten. Primär ist es die praktische Erfahrung, die zeigt, dass eine Summe von Aspekten zusammenwirken, wenn Weine ohne Schwefelung stabil bleiben. Grundlegend dafür ist die Art des Rebenwachstums im Weinberg: »Die inneren Werte unserer Trauben erreichen wir aufgrund natürlicher Abhärtung durch die Naturgewalten in den Weingärten. In unserem Klima haben Trauben, die es ohne chemische Unterstützung bis zur Lese schaffen, große Vitalität, um den Weinausbau ohne Schwefel zu meistern.«
Symbiose im Weingarten
Die Reben werden nur durch biodynamische Präparate und Auszüge natürlich vorkommender Stoffe unterstützt. Pflanzen und Kräuter spielen dabei eine wichtige Rolle (Brennessel, Löwenzahn, Baldrian...). Hauptaugenmerk wird dabei auf das Prinzip der Symbiose in den Weingärten (griech.: sym = zusammen / bios = Leben) gelegt. Es wird alles Leben nach bestem Wissen gefördert, vom kleinsten Einzeller bis zu den hoch entwickelten Pflanzen und Tieren. Dieses ganzheitliche System kennt keinen Unterschied zwischen »Schädling« und »Nützling«. Jedes Wesen teilt sich mit seinem Erscheinen etwas mit. »Wir sehen dies als Botschaft, die uns auf unserem Weg zum Naturverstehen eine Hilfe ist. Das erklärt den Aspekt der »Liebe« zu allem Leben in unseren symbiotischen Weingärten, der sich
auch im Namen einiger unserer Weine wiederfindet.«
Die Qualität des Wachstums im Weinberg prägt die Weine von Strohmeier.
Im Keller wird der Traubencharakter durch nichts verändert und kann deshalb seine Einzigartigkeit in den Wein übertragen. Durch lange Reife in den Fässern hat der Wein genügend Zeit, sich auszubauen. Er wird bevorzugt ohne Filtration auf die Flasche gezogen.
Das Weingut Strohmeier ist einer der fünf Winzer der Wertegemeinschaft »Schmecke das Leben«.
Leitfaden für den Genuss der naturbelassenen Weine von Strohmeier
Die Symbiose (griech.: sym = zusammen/bios = Leben) aller Lebewesen im Weinberg sowie im Keller ist unsere größte Ressource, um lebendige Weine wachsen zu lassen. Die Förderung dieser Symbiose hat viele positive Wirkungen in der Natur. Lebendige Erde und unsere Hingabe bei der Pflege der Reben und des Weines ergeben ein faszinierendes Erlebnis für uns und unsere Kunden und Weinfreunde, wenn sie offen dafür sind, eine neue Weinkultur – ohne die üblichen Grenzen der herkömmlichen Weinwelt - zu erleben.
Um sich der Vielfalt dieser Gewächse bewusst zu werden ist es gut, sich selbst und den Weinen ehrliche Aufmerksamkeit und Zeit zu geben – ja vielleicht sogar in verschiedenen Gemütsverfassungen die Wirkung des Weines auf Körper, Geist und Seele zu beobachten. Dies stellt für Franz und Christine Strohmeier persönlich einen überaus wichtigen Aspekt dar!
Diese natürliche Art von Wein kann tiefes Erleben und innere Entspannung bringen. Dafür benötigt man nur geringe Mengen. Die Haltbarkeit des Weines in geöffneten Flaschen ist sehr gut, und die Beobachtung über mehrere Tage zeigt ungeahnte Vielschichtigkeit. »Viele unserer Weine sind ohne jegliche Zusätze ausgebaut und abgefüllt.« Sie sind etwas wärmer (15°C) zu trinken und entfalten sich sehr gut durch Dekantieren.
Zeugen von Naturbelassenheit, wie etwa Trübungen oder Weinstein, sind anfangs für das Auge vielleicht ungewohnt. Behandlungen oder »Schönungen« des Weines würden aber immer auch Geschmack verfälschen und Inhalte entziehen, die für die Reifung wichtig sind. »Bewußtsein schaffen für die wahren Werte wollen wir fördern und oberflächliche Schönheit ist nicht unser Stil, vielmehr setzen wir auf Nachhaltigkeit und Tiefe im Wein. Der Kreis schließt sich somit, weil unsere anfangs beschriebene Förderung der Symbiose ebenfalls Garant für die Nachhaltigkeit unserer Arbeit in der Natur.«
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