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Wissenswertes über die Regionen der Steiermark:

Südsteiermark

Die Südsteiermark steht für frische, fruchtbetonte Weine. Auf 2.350 Hektar Rebfläche wird vor allem die Leitsorge Sauvignon Blanc angebaut, jedoch bieten die hervorragenden klimatischen Bedingungen genügend Platz für ein breites Spektrum anderer Weinsorten, vom Welschriesling über Morillon bis hin zu Muskateller und Traminer. Allerdings ist der Weinbau in einer der reizvollsten Weinlandschaften Europas körperliche Schwerstarbeit, sind doch die meisten Rebflächen extreme Steilhänge. Für die meisten Winzer bedeutet dies zu 100% Handarbeit.

Die Vielfalt der Rebsorten findet sich auch in den Böden wieder: Von Sand und Schiefer bis zu Mergel und Muschelkalk. Viele unterschiedliche Gesteinssorten zeigen in der bisweilen prägnanten und ausdrucksstarken Mineralik den kleinen, aber feinen Unterschied der Weine aus dieser Region auf. Feuchtwarmes, mediterranes Klima bestimmt den langen Vegetationsverlauf, kühle Nächte fördern eine reichhaltige Aromatik, die vor allem den Weißweinen zu Nuancenreichtum und Noblesse verhilft.

Vom schlanken Jungwein – als »Junker« einer der Vorboten des neuen Jahrgangs – über die elegante Klassik-Linie bis zu hochreifen, extraktreichen Lagenweinen spielen die Winzer ihre Stärken aus. Speziell die Rebsorte Sauvignon Blanc ist in überaus interessanten, aber vor allem ausdrucksstarken Lagenweinen eine Bereicherung für den gehobenen Geschmack.

Besonders empfehlenswert ist ein Besuch der Südsteiermark im Herbst. Bei einer Fahrt entlang der Weinstraße, zum einen entlang der slowenischen Grenze, zum anderen durch die Sausalregion westlich der Stadt Leipnitz. Genügend Zeit sollten Sie einplanen für die Stationen entlang der Route Ehrenhausen, Gamlitz, Leutschach oder Kitzeck. Namen von klangvollen Lagen wie Grassnitzberg, Kittenberg, Obegg, Zieregg, Kreuzberg, Trautenburg wecken Assoziationen zu den entsprechenden Topweinen.

 

Süd-Oststeiermark

Viele kleine Weininseln prägen die Süd-Oststeiermark, vor allem an den Hängen erloschener Vulkane, die dem Landschaftsbild seine Eigenart verleihen. 1.900 Hektar Rebflächen werden bewirtschaftet, in konzentrierter Form rund um Klöch, St. Anna am Aigen und Straden. Eine Rebsorte hat besonderes Flair: der hocharomatische Traminer.

Die Burgen und Schlösser auf den Basaltklippen sind heute Schauplätze kultureller oder weinkulinarischer Ereignisse. Auswahl bietet die Sortenvielfalt genug: Welschriesling, Morillon (Chardonnay), Weiß- und Grauburgunder, Gelber Muskateller, Traminer in allen Spielarten, Sauvignon Blanc, ergänzt von interessanten Rotweinen speziell aus Zweigelt. Verbindendes Element ist eine feine, mineralische Würze, die auf die besonderen geologischen Bedingungen zurückzuführen ist.

Die Reben wachsen vielfach auf warmen Basalt-, Sand-, Lehmböden und Verwitterungsgestein. Klimatisch macht sich der Übergang vom trockenen, pannonischen zum feuchtwarmen Mittelmeerklima bemerkbar.

Der Weinbau wir mit Ausnahme weniger größerer Güter hauptsächlich im Nebenerwerb betrieben. Wichtige Weinbauorte sind Kapfenstein, Klöch, Riegersburg und Straden.

 

Weststeiermark

Auf nur 550 Hektar ist die Weststeiermark mit Reben bepflanzt, doch schaffen die Winzerfamilien daraus eine verblüffende Vielfalt an Produkten: rassige, säurebetonte Schilcher, kraftvolle, tanninbetonte Rotweine sowie elegante, charmante Schaumweine. Dies alles kommt aus nur einer einzigen Rebsorte: dem Blauen Wildbacher.

Die Weingärten im kleinsten steirischen Weinbaugebiet ziehen sich in einem schmalen, langen Band bis zu 600 Meter Seehöhe an den Ausläufern der Koralpe und des Reinischkogels nach Süden bis zur slowenischen Grenze. Die Lage bedingt tagsüber starke Erwärmung und schützt vor rauen Winden. Ungewöhnlich sind die Bodenbeschaffenheit des Gebietes, mit Gneis und Schieferurgestein, sowie das illyrische Klima mit mediterranen Einflüssen und relativ hohen Niederschlägen.

Einzigartig ist der vorherrschende Weintyp Schilcher, gekeltert aus der uralten Rebsorte Blauer Wildbacher. Vom rustikalen Bauernwein mit aggressiver Säure wurde er durch ambitionierte Winzer zu einem begehrten Getränk; vom frisch-fruchtigen Apperitiv bis hin zu raffinierten Süßweinen, nicht zu unterschätzen auch die roten Varianten. Nur Wein, der zu hundert Prozent aus der Rebsorte Blauer Wildbacher aus der Weinbauregion Steirerland gekeltert wurde, darf sich Schilcher nennen.

 

 

Informationen dankenswerterweise zur Verfügung gestellt von: www.österreichwein.at